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18. Januar 2007

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Aktiv werden mit dem Qualitätssiegel

Akupunktur ist bei zwei Diagnosen Kassenmedizin geworden. Viele Ärzte werden zukünftig die Kassenakupunktur zu niedrigeren Sätzen ihren Patienten weiterhin anbieten und hierfür noch das Ärztekammerdiplom und die zwei Mal 80 Stunden Fortbildung 2007 absolvieren müssen.

Mit der niedrigen Honorierung der Kassenakupunktur sinkt automatisch aber die Motivation der Ärzte. Eine Leistung, die plötzlich von Bürokratengremien auf den Stand von vor 20 Jahren autokratisch reduziert wird, hebt nicht die Energie der therapierenden Ärzte.

Es wird nun auch viele Ärzte geben, die sich nicht auf zwei Diagnosen beschränken wollen, sondern auch zukünftig die guten Wirkungen der Akupunktur ihren Patienten anbieten werden. Die Patienten werden Qualitätsakupunktur aus eigener Tasche bezahlen, sofern sie gute Heilwirkungen verspüren.

So wird es bei einem breiten Spektrum von Indikationen zu einer Privatisierung der Akupunktur kommen. Ärzte werden eine Akupunktur von hoher Qualität mit hoher Wirksamkeit anbieten müssen

In der Kampagne Qualitätsinitiative Akupunktur haben sich Akupunkturgesellschaften mit anderen kompetenten Partnern zusammen getan, um sich für eine gesicherte Qualität in der Akupunktur und damit eine bestmögliche und hochwertige Akupunkturtherapie zu engagieren. Im Fokus steht dabei das Interesse, Akupunktur nicht auf das symptomatische Stechen von Nadeln zu reduzieren, sondern die Gesamttherapie im Kontext der Chinesischen Medizin zu sehen und für Patienten und Laien verständlich zu machen.

Zudem wird den Ärzten, die schon heute wirksame und hochwertige Qualitätsakupunktur anbieten, über das Qualitätssiegel die Möglichkeit geboten, ihre Kompetenz nach außen sichtbar zu machen und so zur Transparenz für Patienten beizutragen. Mit diesem Qualitätssiegel können Ärzte signalisieren, dass ihre Akupunktur mehr ist als nur einfaches Nadelsetzen. So kann dieses Siegel ihren Patienten vermitteln, dass sie sich in erfahrene und kompetente Hände begeben. Das Qualitätssiegel wird an die Ärzte verliehen, die über eine hochwertige Ausbildung und Erfahrung verfügen.

Voraussetzungen für Ärzte, die sich für das Qualitätssiegel anmelden, sind eine anerkannte Vollausbildung über 350 Stunden (oder eine vergleichbare Ausbildung), 3 Jahre Praxis als Akupunktur-Therapeut sowie die Anerkennung der Qualitätsstandards der Qualitätsinitiative Akupunktur und eine Verpflichtung zur kontinuierlichen Fortbildung. Ärzte können sich auf der Internetseite www.Akupunktur-Qualitaet.info für das bundesweite Qualitätssiegel anmelden.

Bei mittlerweile 30-40.000 Akupunkturärzten in Deutschland ist es gerade für die Patienten wichtig, dass sie die Qualität einer Akupunktur einschätzen können. Mehr Informationen gibt es sowohl für Patienten als auch für Ärzte auf der Homepage der Qualitätsinitiative Akupunktur unter www.Akupunktur-Qualitaet.info.

Erkrankungen und Störungen, bei denen die Akupunktur hilft


Akupunktur ist bei einer Vielzahl von Erkrankungen wirksam – nicht nur bei Schmerzen.
Hier die wichtigsten und in der Praxis häufigsten Anwendungsgebiete der Akupunktur:


1. Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie
Rückenschmerzen: LWS-, BWS- und HWS-Syndrom;
Gelenkschmerzen in Knien, Hüften, Schulter,
Ellbogen bei arthrotischen und rheumatischen
Gelenkveränderungen


2. Migräne und Kopfschmerzen


3. Neurologische Erkrankungen wie Nervenschmerzen
u.a. Trigeminusneuralgie, Lähmungen wie Fazialisparese
oder Sensibilitätsstörungen wie Polyneuropathien


4. Allergien und Asthma


5. Chronische Bronchitis oder Sinusitis


6. Suchterkrankungen


7. Schlaganfall-Rehabilitation


8. Depression und Angststörungen


9. Schwächestörungen, Erschöpfungszustände
z. B. Burn out-Syndrom


10. Magen-Darm-Erkrankungen und Verdauungsstörungen
z. B. Reizdarm


11. Gynäkologische Erkrankungen, wie Regelstörungen,
Störungen in den Wechseljahren, chronische
Entzündungen, Fruchtbarkeitsstörungen, Geburtsvorbereitung,
Geburtserleichterung durch Schmerzlinderung,
Schwangerschaftsübelkeit und Flüssigkeitseinlagerungen
während der Schwangerschaft


12. Tinnitus und Schwindel


13. Hauterkrankungen wie Akne, Ekzeme, Psoriasis


14. Bei Krebsleiden zur Schmerzlinderung und
Aktivierung der geschwächten Körperkräfte, auch
zur Begleitung von Chemo- oder Strahlentherapie




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